#Leseempfehlung #WelttagDesBuches

Für einen Menschen wie mich, der gerne einfach nur durch den Hashtag #Leseempfehlung in den Sozialen Medien auf Lesenswertes hinweist, bietet der Welttag des Buches einen Anlass doch etwas mehr Zeit zu investieren und die Werke ein kleinwenig ausführlicher zu präsentieren. So lade ich jede/n dazu ein, folgende fünf Page­tur­ner zu beherzigen.

Der Lärm der Zeit

von Julian Barnes

Von Stalin geächtet. Später von Stalin zum Repräsentanten des Sowjetregimes erkoren. Im Tauwetter dann zwar ohne Todesangst, jedoch moralisch völlig zerrissen. Drei Episoden aus dem Leben des Komponisten Dmitrij Schostakowitsch liefern Einblicke in das (Über-)Leben unter dem sowjetischen Repressionsregime.

Das Ende des amerikanischen Zeitalters

von Thomas Jäger

Wie der Westen seine freiheitlichen offenen Gesellschaften auch in Zukunft bewahren kann wird in diesem Essay skizziert. Dabei wird die gegenwärtige Zerrissenheit und Führungslosigkeit des Westens präzise analysiert und die Herausforderungen insbesondere durch die chinesische und russische Autokratie, aber auch durch den Klimawandel oder die Migrationsströme behandelt.

Der himbeerfarbene Pelikan

von Wladimir Woinowitsch

Wirklich wichtige Dinge können nur dem EMDS, dem Ersten Mann des Staates anvertraut werden. Dieser hatte wohl aus Tierliebe die ukrainische Halbinsel Krim annektiert, um die himbeerfarbenen Pelikane vor der Kiewer Junta zu retten. Man erzählt sich der ukrainische Präsident wollte die beiden vom aussterben bedrohten Vögel zum Frühstück verspeisen… 

Leider wurde dieses Buch vom inzwischen verstorbenen Satiriker Wladimir Woinowitsch nicht ins Deutsche übertragen. Für die, die keinen Russischsprachkurs belegen können oder mögen, sei hier auf den von Simon T. Roden vorgetragenen Auszug bei der Verleihung des Lew Kopelew Preises 2016 verwiesen.

Picknick auf dem Eis

von Andrej Kurkow

Vorab-Nachrufe zu schreiben war nicht der Traum von Viktor, der als Journalist/Schriftsteller es nicht schafft genügend Geld zum Leben zu verdienen. Doch die Nekrologe werden gut entlohnt. Jedoch muss er bald feststellen, dass er damit der Mafia des postsowjetischen Kiew zuarbeitet… Ach ja, dann ist da noch dieser Pinguin..

Warum Nationen Scheitern

von Daron Acemoglu & James A. Robinson

Wohlhabende Staaten haben ihren Reichtum ihren inklusiven Institutionen zu verdanken. Es sind ebendiese einschließenden und durchlässigen Institutionen des Staates, die – auch wenn zunächst brüchig – über die Jahrhunderte hinweg die notwendigen Innovationen für die Gesellschaft und Wirtschaft ermöglichen. Dieses Erklärungsmuster wird entlang der Menschheitsgeschichte durchexerziert.

Die Bildrechte in diesem Beitrag liegen bei © Felix Riefer samisdatblog.org

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